Es ist eine Tatsache: Ein Bild steht und fällt mit seinem Licht. Es beeinflusst maßgeblich die Stimmung des Bildes und spielt für die Empfindungen des Betrachters eine große Rolle.

Verschiedene Eigenschaften des Lichts wie Polarisation, Intensität oder die Beleuchtungsrichtung entscheiden über das Endergebnis des Bildes.

Wieso die Beleuchtungsrichtung eine große Rolle spielt

Die Beleuchtungsrichtung meint den Winkel zwischen Kamera, Motiv und Lichtquelle. Man unterscheidet die verschiedenen Winkel primär zwischen Vorder-, Seiten-, und Gegenlicht.

Punktfömige Lichtquellen wie direkte Sonneneinstrahlung erzeugen hartes Licht, wohingegen großflächige Lichtquellen wie ein bedeckter Himmel für weiches Licht sorgen.

Niemals gegen das Licht stellen?

Unter Fotografen ist es eine goldene Regel: Das Motiv sollte niemals gegen das Licht fotografiert werden. Gründe für diese Gegenlicht-Aversion gibt es zuhauf. Ein wesentlicher Fakor ist die Unterbelichtung, als deren Nebeneffekt auch unerwünschte Silhouettenbildung des Motivs auftreten kann. Negativ am Gegenlicht ist auch die Streuung des Lichts, die durch direkten Lichteinfall auf die Linse entsteht und die Farben des Bildes erheblich trübt.

Störend können bei Gegenlicht-Fotografie außerdem dies sog. Blendenflecken sein, bei denen es sich um farbliche Abbildungen der Blende handelt, eine Folge von Reflexionen im Objektivtubus. Abhilfe kann hier eine Gegenlichtblende schaffen.

Dennoch stehen dem Fotografen auch mit Gegenlicht sämtliche kreative Türen offen: „Ausprobieren!“ lautet die Devise. So können beispielsweise Silhouetten überaus kunstvoll in Szene gesetzt werden.

Seitenlicht

Vom sog. Seitenlicht oder auch Streiflicht spricht man, wenn das Licht von der Seite auf die Fläche fällt. Der dadurch entstehende Schattenwurf kann für eine unvergleichliche räumliche Tiefe sorgen. Konturen können so ideal betont werden.

Kunstlicht

Kunstlicht meint schlicht und ergreifend die Beleuchtung des Motivs durch künstliche Lichtquellen. Zum Problem kann durch künstliche Beleuchtung die Farbwiedergabe werden, da diese abhängig ist von der farblichen Zusammensetzung wie Farbtemperatur oder Wellenlänge.

Manuller Weißabgleich ist oft hilfreich, wenn die Darstellung der Farben eine wichtige Rolle für das Bild spielt.